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Stelle Datum und Uhrzeit ein, und die Karte zeigt den echten Sonnenstand und die Schatten, die das Gelände dabei wirft. Spiele den ganzen Tag ab, springe zu Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang oder wechsle zu gleichmäßigem Licht. So siehst du, wann eine Flanke in die Sonne kommt, was im Frühjahr das Timing bei Nassschnee entscheidet, und wo der Schnee in schattigen Expositionen kalt bleibt.
Was es zeigt
Das Tool „Sonne und Schatten“ berechnet den Sonnenstand für das Datum und die Uhrzeit, die du einstellst, und beleuchtet das 3D-Gelände von dort aus. Grate werfen echte Schatten in die Täler und auf die Flanken dahinter. „Tag abspielen“ lässt die Sonne von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wandern, sodass du zusehen kannst, wie eine Flanke ins Licht kommt und wieder in den Schatten geht. „Gleichmäßiges Licht“ nimmt die Schattierung weg, damit du die Form des Geländes ohne sie siehst.
Frühjahr: Timing nach Exposition
Im Frühjahr taut die Schneeoberfläche jeden Tag an und gefriert wieder, und die Gefahr wandert mit der Sonne. Ostflanken werden morgens zuerst weich, Südflanken um die Mittagszeit, Westflanken am Nachmittag. Eine Frühjahrsflanke fährst du in dem Fenster, nachdem der Harschdeckel zu Firn aufgeweicht ist und bevor er zu Sulz wird; das Nassschneeproblem im Lagebericht beschreibt genau das.
Mit dem Tool prüfst du das Timing für eine bestimmte Flanke, statt dich auf die Faustregel zu verlassen. Eine Südflanke hinter einem Grat bekommt die Sonne vielleicht erst um elf; eine Ostflanke in einem weiten Tal kann ab sieben in der Sonne liegen. Kombiniere es mit der Nullgradgrenze und der Sonne pro Stunde im Wetter-Tool.
Kalter Schnee im Schatten
Im Hochwinter dreht sich die Frage um: Wo bleibt der Schnee kalt? In Nordflanken und überall im Schatten eines Grats hält sich der Pulver tagelang nach einem Schneefall, und dort bleiben auch Schwachschichten länger erhalten, weshalb der Lagebericht so oft Nordexpositionen als kritisch nennt. Der Schatten um die Mittagszeit zeigt dir, welche Flanken die Sonne im Dezember und Januar nie erreicht.
Grenzen
- Das Tool zeigt Sonne und Schatten, nicht die Temperatur. Lufttemperatur, Wind und Bewölkung entscheiden, wie stark sich ein Hang erwärmt; nutze dafür die Wetterprognose.
- Wolken sind nicht im Bild. Eine Flanke „in der Sonne“ auf der Karte kann unter einer Wolkendecke liegen.
- Die Schatten kommen aus dem Geländemodell, sehr kleine Formen fehlen also, und Bäume werfen keine Schatten.
- Sonne an einem Hang ist keine Gefahrenbewertung. Lagebericht und Schneedecke entscheiden; das Tool hilft beim Timing.